Subaru – im Zeichen der Sterne
Spätzünder
Lange Zeit ist bei Subaru von Autos keine Rede. Mutterkonzern Fuji Heavy Industries (FHI) legt den Produktionsschwerpunkt auf Transporttechnologie, Industrieanlagen, Landmaschinen, Generatoren oder Zivil- und Militärflugzeuge. Erst 1972 rollt mit dem Subaru Leone 4WD das erste Automobil vom Band.
Auslöser ist die Ausschreibung eines japanischen Energieversorgers, der für den Einsatz auf nicht asphaltierten Straßen ein passendes Fahrzeug sucht. FHI gewinnt mit dem Subaru Leone 4WD die Ausschreibung und bringt seinen Mittelklassewagen mit zuschaltbarem Allradantrieb auch regulär auf den Markt.
Ausflug ins Renngeschäft
Bereits in den 1970er-Jahren mischt Subaru mit der Leone 1800 Turbo und der Leone Turismo Turbo auf diversen Rallyestrecken mit. Zu Beginn der 1990er feiern die Japaner sogar bei der FIA-Rallye-Meisterschaft beachtliche Erfolge – bis 2008 der Ausstieg aus dem Renngeschäft bekannt gegeben wird. Die Wirtschafts- und Finanzkrise zwingt auch Subaru zum Sparkurs.
Außerdem gibt es einen kurzen Gastauftritt in der Formel 1. 1989 übernimmt der Mutterkonzern FHI die Mehrheit am italienischen Formel 1-Team Coloni, stattet den Rennwagen mit einem Motor von Motori Moderni aus – und scheitert grandios. 448 PS können mit der Formel 1-Konkurrenz einfach nicht mithalten. Und so zieht sich Subaru 1990, nach dem Großen Preis von England, wieder aus dem Geschäft zurück.
Subaru goes Germany
1980 tastet sich Subaru vorsichtig in den deutschen Markt vor. Zunächst produzieren die Japaner auf Basis des Leone das Mittelklassemodell S1800. Ergänzt wird das Repertoire nach und nach durch die Sportcoupés XT und SVX – beide mit permanentem Allradantrieb und inzwischen beliebte Youngtimer.
Weltweit hat Subaru bis heute ca. elf Millionen Automobile verkauft. Der deutsche Anteil am Absatz ist mit rund 330.000 Fahrzeugen eher bescheiden; der Marktanteil von Subaru liegt hierzulande bei unter 0,3 %. Doch die Japaner wollen in ihrer Nische wachsen und sich als Allradspezialisten profilieren. So sollen sich die Absatzzahlen in den kommenden Jahren mindestens verdoppeln.
Die Erfolgsaussichten sind gar nicht so schlecht. In Subarus aktueller Palette tummeln sich neben dem SUV-Quotenbringer Forester unter anderem auch der etwas kleinere Outback, der Kompaktwagen Impreza und das Sportmodell WRX. Komplettiert wird die Modellpalette mit dem Legacy, einem Mittelklassemodell, dem Kompaktvan Trezia und dem Kleinwagen Justy. Einen Elektroflitzer schickt Subaru gerade durch den Vorserien-Testflottenbetrieb.