Volvo – der Elch im Zeichen des Drachen

Volvo – der Elch im Zeichen des Drachen

Volvo hat eine lange Reise hinter sich: von Skandinavien über Amerika nach China. Seine Gründung verdankt Volvo jedoch einer sehr einfachen schwedischen Tradition: dem Krebsessen.

Liebe geht durch den Magen

Die Geschichte von Volvo begann beim Mittagessen, genauer gesagt beim gemeinsamen Krebsessen zweier Visionäre in Stockholm. Hier trafen sich Gustaf Larson und Assar Gabrielsson und plauderten über einen gemeinsamen Traum: Die Gründung eines schwedischen Automobilkonzerns – Volvo war geboren. Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „ich rolle“.

Erstlingswerk

Drei Jahre nach dem ersten Treffen von Larson und Gabrielsson rollt der ÖV4, bürgerlicher Name „Jakob“, vom Band. Der ÖV4 bietet hohe Qualität zum entsprechend hohen Preis, ist schwedischen Straßen- und Witterungsbedingungen perfekt angepasst und hat nur ein kleines Problem: Volvo verdient mit ihm kein Geld. Gerade mal 300 Exemplare werden vom ÖV4 produziert und verkauft. Das Überleben des jungen Unternehmens sichert einzig die LKW-Produktion.

Umsatz in Sicht

Auch mit dem zweiten Modell, der Luxuslimousine PV36, ändert sich nichts an der Umsatzsituation. Für Schwedens Normalverdiener ist der PV36 schlicht zu teuer. Erst in den 1940er-Jahren ist mit dem P444, einem erschwinglichen Mittelklassefahrzeug mit 40 PS und 3-Gang-Getriebe, Umsatz in Sicht.

Der PV444 läuft enorm erfolgreich und bleibt beinahe 20 Jahre unverändert im Volvo-Programm. Lediglich eine Kombivariante mit dem klangvollen Namen „Duett“ ergänzt die Modellpalette. Mit dem PV444 und seinen Markenbrüdern mobilisiert Volvo die breite Masse; insgesamt rollen fast 470.000 Fahrzeuge vom Band.

Familie und Sicherheit

Die 1950er stehen bei Volvo ganz im Zeichen von Familie und Sicherheit: Der P120, auch bekannt als „Amazon“, ist zum einen ein geräumiges Familienfahrzeug, zum anderen setzt er neue Maßstäbe in puncto Fahrzeugsicherheit. Bereits 1959 wird der P120 serienmäßig mit Dreipunkt-Gurt ausgeliefert. In puncto Design entwickelt Volvo mit der 140er-Baureihe ein eigenes Gesicht: Kantige Karosse, klare Linien und das Volvo-typische dritte Seitenfenster prägen ab sofort den Markenauftritt.

Der Elch im Zeichen des Drachen

1999 verkaufte Volvo seine Pkw-Sparte an den amerikanischen Ford-Konzern. Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 folgte dann für 1,8 Mrd. Dollar der zweite Eigentümerwechsel zum chinesischen Autokonzern Geely.

Aktuell tüfteln die Ingenieure bei Volvo vor allem im Bereich alternativer Antriebsarten. So testet man gerade den rein elektrisch getriebenen C30. Ein Diesel-Plug-In-Hybrid-Antrieb wurde zumindest schon mal auf der Messebühne präsentiert.
 

 
 
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