Der Winter kommt
Nicht vergessen: Auch der Herbst gehört spätestens ab Ende Oktober zur kalten Jahreszeit. Dann haben Sommerreifen auf den Felgen nichts mehr zu suchen. Zwischen Mitte Oktober und Mitte November sollten Autofahrer auf Winterpneus wechseln. Nahezu 38 % der Anfang Oktober 2011 auf Gebrauchtwagen.de befragten User hatten das bereits getan. Und das ist gut: schließlich helfen Winterreifen nicht nur bei Schnee und Eis, sondern aufgrund ihrer härteren Gummimischung bereits bei Temperaturen von unter sieben Grad plus. Liegen Laub oder andere Verunreinigungen auf der Straße, hilft das griffige Profil für das notwenige Fortkommen und für Sicherheit beim Bremsen.
Wunder können jedoch auch die besten Winterreifen nicht vollbringen. Daher empfiehlt sich gerade bei kaltem oder nassem Wetter eine angemessene Fahrweise. Die Sicherheitsreserven des Fahrzeugs sind trotz griffiger Reifen und zahlreicher Sicherheitssysteme im Auto wie ESP, ABS, ASR oder Bremsassistent weniger groß, als auf trockener und warmer Fahrbahn.
Wer bereits frühzeitig Winterreifen aufziehen lässt, gerät später nicht in Panik wenn Eisglätte und der erste Schnee Einzug halten. Dann sind die Wartelisten der Autowerkstätten voll mit Montageterminen für Winterreifen. Zudem sind einige Winterreifen teurer oder gar nicht mehr zu bekommen. Dies könnte fast 37 % der Befragten bevorstehen, die zum Zeitpunkt der Umfrage auf Gebrauchtwagen.de weder auf Winterreifen umgestiegen waren, noch einen Wechsel-Termin vereinbart hatten. Ganzjährig Winterreifen nutzen rund 18 %, nur rund 7 % haben bereits einen Termin mit Ihrer Werkstatt ausgemacht.
Doch mit dem Reifenwechsel allein ist es nicht getan. Der Wagen sollte vor der einsetzenden Kälte gründlich innen und außen gereinigt werden. Eine Politur schützt ebenfalls. Es empfiehlt sich, kleinere Lackschäden zuvor gründlich auszubessern. Die nasse Witterung, kühle Temperaturen und Streusalz begünstigen die Bildung von Rost. Erstrahlt der Wagen in frischem Glanz, ist die Fahrzeugtechnik dran. Neben der Ölkontrolle sollten das Kühlwasser und die Scheibenwaschanlage ausreichend mit Frostschutz versorgt werden. Das Wasser darf auch bei Temperaturen von bis zu – 15 Grad Celsius nicht einfrieren. Sind die alten Scheibenwischer nicht mehr die besten – neue Gummis oder Wischer bringen Durchblick. Die Probleme mit vereisten Türschlössern gehören dank der etablierten Funkfernbedienungen mittlerweile der Vergangenheit an. Unabhängig davon sollten die Türdichtungen mit Silikon oder anderen Pflegemitteln behandelt werden.
Da es im Winter meist etwas feuchter zugeht, gehören zumindest Eiskratzer und ein Schwamm ins Auto. Wer sein Auto selbst durchcheckt, sollte auch einen Blick auf Scheinwerfer und Lüftungsgitter werfen. An Tankstellen kann man die Batteriestärke in ein paar Minuten testen lassen. Schließlich soll doch das geliebte Vehikel gerade bei kalten Wintertemperaturen nicht den Geist aufgeben. In den Kofferraum gehört das obligatorische Starthilfekabel. Man kann damit anderen helfen oder sich selbst helfen lassen.
Fazit
Das gehört ins Auto:
- standfester Eiskratzer
- Starthilfekabel
- warme Handschuhe
- Spray gegen vereiste Scheiben
- Handbesen gegen Schnee auf dem Auto
- Schneeketten oder Anfahrhilfe
- Klappspaten, um gegebenenfalls ein Rad freischaufeln zu können
- warme Decke