Aston Martin Vantage S – gewohnt klangvoll

Acht Zylinder für den neuen Aston Martin Vantage S. Ob das reicht, um dem britischen Edelsportwagen seine gewohnte Dynamik zu verleihen? Ein klares Ja. Und dabei überzeugt das Fahrzeug mit einem Sound, der Gänsehaut erzeugt.

Aston Martin Vantage S – gewohnt klangvoll

Der dreht hoch

Wie bereits erwähnt, arbeitet unter der Haube des Aston Martin Vantage S ein V8-Motor. Dieser bringt es auf 426 PS, die sich auf jeden Fall gut anfühlen und vor allem im hohen Drehzahlbereich anzutreffen sind. So lässt die Maschine Drehzahlen bis 7.300 U/min zu, erst bei 5.000 U/min gibt es das maximale Drehmoment von satten 490 Nm.

Elegant und brachial knackt der Aston Martin Vantage S die Hundertermarke in lediglich 4,5 Sekunden und hört mit dem Beschleunigen erst auf, wenn der Tacho 305 km/h anzeigt. Auffallend gut ist dabei der Klang, den der Aston Martin Vantage S an die Umgebung abgibt. Statt eines brutalen Feuerwerks klingt es eher britisch dezent, aber dennoch kraftvoll. Diese Kraft hat ihren Preis: Zwar wird ein Verbrauch von 13 Litern Super auf 100 km angegeben, diesen übertreffen aber selbst ruhigere Fahrten um Längen. Das sollte jedoch nicht weiter stören, da die üblichen Fahrer solcher Karossen im Allgemeinen nicht knauserig sind.

Mehr Kurven, bitte


Bei einem Gewicht von 1,6 Tonnen gehört der Aston Martin Vantage S zum Kreis der eher übergewichtigen Sportler – das merkt man ihm jedoch nicht an. Viel mehr scheint das Fahrzeug für Kurven geboren zu sein, da diese selbst in enger Ausführung keine Probleme bereiten. Dafür sorgen neben dem Sportfahrwerk die Reifen. Diese sind relativ breit bemessen, sodass die 19 Zoll großen Pneus hinten 285 mm und vorne 245 mm breit sind. Auf der Rennstrecke bereitet der Aston Martin Vantage S somit helle Freude, weil er wie dafür gemacht scheint.

 

Im Alltagsverkehr überzeugt er leider weniger. Die Sportsitze bieten nicht die Verstellmöglichkeiten, die man von einem Fahrzeug dieser Klasse erwartet. Ebenfalls billig und fast schon lächerlich wirkt das Garmin Navigationssystem, das über einen Drehknauf bedient wird. Ansonsten lässt der Aston Martin Vantage S lediglich Kritik auf höchstem Niveau zu – schließlich kostet er in der Basisversion schon 132.000 Euro.

 

 

Fazit

Viele Hersteller haben es bewiesen: Es muss nicht immer ein V12 sein, um Fahrspaß und Leistung zu bringen. Der Aston Martin Vantage S schließt sich dem an und überzeugt mit schönen Fahreigenschaften, die sich sehen lassen können.

Autor: Sebastian Wegert

 
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