Aston Martin Virage – atemberaubend opulent

Wem die Markenbrüder zu komfortabel oder zu kompromisslos sind, der findet im Aston Martin Virage seinen Traumwagen. Allein der Name ist betörend schön, das Auftreten atemberaubend opulent.

Aston Martin Virage – atemberaubend opulent

Krone der Schöpfung

Der Aston Martin Virage verdient den Titel als „Krone der Aston-Martin-Schöpfung“. Sein bevorzugtes Jagdrevier trägt er bereits im Namen: „Virage“ bedeutet Kurve, Biegung. Und so fühlt sich der 4,7 Meter lange Luxussportler auf weitläufigen Serpentinen und endlos langgezogenen Kurven wie zu Hause.
 
Schönwetter verwöhnt
 
Sein grandioses Fahrgefühl präsentiert der Aston Martin Virage am liebsten auf trockener Fahrbahn bei schönem Wetter, und zwar so beeindruckend, dass es dem Piloten immer wieder den Atem raubt. So lässt man am besten die perfekt abgestufte Sechsgang-Automatik im Sportmodus selbstständig ihr Werk verrichten und genießt die vorbeiziehende Landschaft.
 
Feuchten oder gar nassen Fahrbahnuntergrund mag der Aston Martin Virage dagegen gar nicht. Hier zeigt er sich unsicher und hat immer wieder Probleme, die geballten 497 PS auf die Strecke zu bringen, zumal er auf die gängigen Assistenzsysteme außer ABS und ESP weitgehend verzichtet.
 
Opulenter Luxusportler
 
Die quantitativen Werte des Aston Martin Virage sprechen für sich: 497 PS, V12-Motor, 299 km/h Höchstgeschwindigkeit. Dazu kommen eine äußerst präzise Lenkung, bissige Bremsen und ein phänomenaler Sound.
 
Um die stolzen 1,8 Tonnen des Aston Martin Virage optimal zu verteilen, haben die Ingenieure das gewaltige V12-Triebwerk auf und hinter der Vorderachse positioniert. Lediglich in kleiner werdenden Kurvenradien spürt man das leichte Übergewicht des Aston Martin Virage.
 
Mittelmaß
 
Beim Blick in den Innenraum des Aston Martin Virage kommt plötzlich Skepsis auf. Zwar präsentiert er sich genauso klassisch und kühl, wie man es von seinen Markenbrüdern gewohnt ist, aber die teilweise billig wirkenden Bedienelemente erinnern eher an einen Mittelklassewagen.
 
Auch das Navigationssystem im Aston Martin Virage entspricht in puncto Größe, Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit nicht einem 190.000 Euro-Luxussportler, ganz abgesehen von den fehlenden Assistenzsystemen.

 

 

Fazit

Doch das wird künftige Fahrer des Aston Martin Virage kaum stören, ebenso wenig wie die etwas zu niedrigen Ledersitze und die eingeschränkte Verstellbarkeit des Lenkrads. Beim Aston Martin Virage zählt eben nicht der Innenraum, schon gar nicht dessen Funktionalität.
 
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