Hyundai Veloster 1.6: der etwas andere 3-Türer
Der Hyundai Veloster 1.6. Einzigartig? In jeder Hinsicht. Ein Trendsetter? Durchaus. Ein sportliches Coupé? Eher nicht.
Drei Türen, ein Auto
Neugierige Blicke sind garantiert, wenn der
Hyundai Veloster 1.6 vorbeirauscht. Schuld daran ist nicht nur das etwas skurrile Design, sondern vor allem die Anordnung der Türen: rechts zwei, links eine. Hyundai-CEO Frey begründet das ungewöhnliche Konzept mit der Zielgruppe des Hyundai Veloster 1.6: junge Ehepaare mit Kind, alleinerziehende Mütter und junge Männer.
Das Design des Hyundai Veloster 1.6 polarisiert, das Türkonzept ist erfrischend anders. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt ist die dritte Tür im Koreaner nicht nur Behelfslösung, sondern ermöglicht tatsächlich einen sehr bequemen Einstieg auf die Rücksitzbank.
Im Fond ist ausreichend Platz für zwei Personen, lediglich Erwachsene sind etwas in ihrer Beinfreiheit eingeschränkt. Der Kofferraum des Hyundai Veloster 1.6, verborgen hinter einer gläsernen Heckklappe, bietet 320 bis 1.015 Liter Platz. Damit liegt der Hyundai Veloster 1.6 locker vor der Neu- und Gebrauchtwagenkonkurrenz seiner Klasse.
Schickes Cockpit
Auch das Cockpit-Design des Hyundai Veloster 1.6 präsentiert sich ansprechend. Fahrgäste sitzen im bequemen Sportgestühl, der Pilot freut sich über gut erreichbare Instrumente und ein griffiges Lenkrad. Gleichzeitig bietet der Hyundai Veloster 1.6 reichlich Staufächer, Ablagen und Becherhalter. Insgesamt überzeugt der Koreaner mit solider Materialverarbeitung.
Coupé nur in der Theorie
Obwohl als sportliches Auto angepriesen, kann der Hyundai Veloster 1.6 als Coupé nicht überzeugen. Seine Lenkung erweist sich im Test als zu synthetisch, das straff abgestimmte Fahrwerk zeigt sich bei Unebenheiten recht hölzern.
Aber vor allem mangelt es dem Hyundai Veloster 1.6 an Power. Der 1,6-Liter-Motor mit seinen 103 kW/140 PS kann gegen die Konkurrenz wenig ausrichten. Zwar reicht seine Beschleunigung für die Stadt, bei Überholmanövern oder oberhalb der 120 km/h schwächelt der Hyundai Veloster 1.6 jedoch. Nur mühsam und mit brummigem Motor quält er sich auf die Maximalgeschwindigkeit 200 km/h.
Fazit
Für 21.600 Euro gibt’s den Hyundai Veloster 1.6 ab September 2011 beim Händler, ausgestattet unter anderem mit elektrischen Fensterheben, Klimaanlage, sechs Airbags, ESP, Nebelscheinwerfern, Tagfahrlicht und Einparksensoren. Für 1.200 Euro kann man den Ausblick aus dem Panorama-Glasdach genießen. Und für 390 Euro Aufpreis kann man mit dem Sprit-Spar-Paket inklusive Start-Stopp-Automatik ein ökologisch reines Gewissen erwerben. Das gibt es bei vielen Konkurrenten allerdings längst serienmäßig.