Porsche Cayenne S Hybrid – kaum fortschrittlich

Der Porsche Cayenne S Hybrid präsentiert sich von einer netten Seite, bringt allerdings keine positiven Überraschungen mit. Gerade der Preis ist es, den Hybridfans hier zu fürchten haben.

Porsche Cayenne S Hybrid – kaum fortschrittlich

Verbrauch gesunken

Wie es sich für einen Hybriden gehört, sind auch beim Porsche Cayenne S Hybrid einige Verbesserungen in Sachen Verbrauch spürbar. Zwar lässt sich der Normverbrauch von unter 10 Litern kaum erfüllen, im Test pendelte sich der Porsche Cayenne S Hybrid allerdings bei freundlichen 11,2 Litern Superbenzin ein.
Das verdankt er unter anderem dem Elektromotor, dessen 288-Volt-NiMH-Akku im doppelten Boden des Kofferraums steckt. Zwar raubt er ganze 90 Liter Volumen, dafür liefert er dem Benziner aber eine zusätzliche Leistung von 47 PS und einem Drehmoment von 300 Nm.
 
Neben diesem gibt es im Porsche Cayenne S Hybrid jedoch noch andere Systeme, die den Verbrauch des Verbrenners senken sollen. Dazu gehören beispielsweise die Bremsenergierückgewinnung sowie eine Funktion zum sogenannten Segeln, mit der der SUV bei Geschwindigkeiten bis 158 km/h ohne den Widerstand der Motorbremse gleiten kann. Diese Technik sorgt für eine drastische Reduzierung des Verbrauchs und beweist, dass große leistungsstarke Fahrzeuge nicht immer viel verbrauchen müssen.

Der geräuscharme Motor


Ein wenig schade ist die Tatsache, dass man vom Verbrennungsmotor im Porsche Cayenne S Hybrid so gut wie nichts hört. Der durch einen Kompressor aufgeladene V6 gibt seine Leistung von 333 PS sehr dezent ab und verrät nichts über die Power, die eigentlich in ihm steckt.

In Kombination mit seinem elektrischen Bruder bringt es das Triebwerk auf 380 PS, außerdem steht ein nettes Drehmoment von insgesamt 580 Nm zur Verfügung, wobei letzteres schon bei 1.0000 U/min abrufbar ist. Kaum überraschend, dass der Porsche Cayenne S Hybrid die Beschleunigung auf 100 km/h in lediglich 6,5 Sekunden schafft und die Höchstgeschwindigkeit bei 240 km/h liegt. Sicher nicht unbedingt Werte, die einen Porsche ausmachen, dennoch bringt der Hybrid jede Menge Spaß.

Dieser wird auch bei ruhiger Fahrt nicht getrübt, da die Achtgang-Automatik und das Fahrwerk einfach nur wunderbar arbeiten. Egal, ob gemütlich oder rasant: Der Porsche Cayenne S Hybrid kommt jedem Wunsch nach. Der große Haken an der Sache ist aber der Preis, der selbst für einen Hybriden äußerst hoch gegriffen erscheint. Mit rund 80.000 Euro zahlt man im Vergleich zum Diesel 20.000 Euro mehr, obwohl dieser noch weniger verbraucht.

 

 

Fazit

Der Porsche Cayenne S Hybrid ist sehr interessant, aber unangenehm teuer. Ob sich diese Investition wirklich lohnt, steht in den Sternen.

Autor: Isabell Heidrich

 
Lesezeichen setzen bei: del.icio.us Mr. Wong Google Bookmarks Digg Facebook Twitter