Fahrbericht: Renault Laguna

Im Herbst 2007 kam der Laguna in dritter Generation auf den Markt, seither hat er sich weltweit 213.000 Mal als Limousine oder Kombi und seit November 2008 auch als Coupé verkauft. Jetzt gibt es eine Modellpflege.

Fahrbericht: Renault Laguna

Laguna lernt Lächeln

Mit hierzulande insgesamt 4.400 bis Oktober verkauften Exemplaren liegt er bei den Importfahrzeugen seiner Klasse hinter Citroen C5, Mazda 6 sowie Seat Exeo und knapp vor Honda Accord und der Volvo S40-, V50- und S60-Familie. Von den drei Laguna-Varianten findet der geräumige Kombi namens Grandtour in Deutschland erfahrungsgemäß die meisten Anhänger, das Coupé ist bislang ein eher exotischer Anblick.
 
Bei der aktuellen Modellpflege für Limousine und Kombi wurden auf den ersten Blick lediglich kleine Details verändert – beim genaueren Hinsehen lässt sich jedoch so einiges entdecken. An der weit heruntergezogenen Motorhaube und dem kuppelförmigen Dach hat sich nichts getan, allerdings ziert den Laguna ein neuartiges Gesicht: Eine an drei Seiten um den Kühlergrill verlaufende Chromzierleiste schenkt der Fahrzeugschnauze ein Lächeln. Ferner gehören zwei rechts und links davon angebrachte, ebenfalls verchromte horizontale Zierleisten zur neuen Dekoration. Die Scheinwerfer mit ihren angedeuteten Augenbrauen sind deutlich zackiger als bisher. Am Heck haben die Designer keinen Finger gerührt, und auch im Innenraum sucht man – von anderen Materialien abgesehen – vergeblich nach Neuem.
 
Was bislang der GT-Ausführung vorbehalten war, lässt sich gegen Zahlung eines Aufpreises von 1300 Euro jetzt auch für die höchste Ausstattungsvariante Initiale bestellen: eine mitlenkende Hinterachse. Unterhalb von 60 km/h schlagen die Hinterräder mit maximal 3,5 Grad entgegengesetzt zur Vorderachse ein, was den Wendekreis von 11,05 auf 10,3 Meter verringert. Bei höheren Geschwindigkeiten wird hinten in dieselbe Richtung wie vorn gelenkt: Das erhöht in Kurven die Spurtreue.

 

 

Fazit

Den im Renault-Werk Sandouville am Ärmel-Kanal gebauten Laguna gibt es künftig nur noch mit Vierzylinder-Motoren, die allesamt die Abgasnorm Euro 5 erfüllen: Zwei Benziner mit 140 oder 170 PS sowie vier Selbstzünder mit Leistungen zwischen 81 KW / 110 PS und 131 KW / 178 PS stehen zur Wahl. Die bisher angebotenen V6-Triebwerke, ein Dreiliter-Diesel und ein 3,5-Liter-Benziner, sind ab sofort dem Coupé vorbehalten. Mit durchschnittlich 4,7 Litern Normverbrauch je einhundert Kilometer verrichtet der 1,5-Liter-Einstiegsdiesel dCi 110 seinen Dienst erfreulich sparsam und liegt in Sachen Anschaffungspreis nur knapp über dem günstigsten Benziner. Etwas durchzugsstärker sind die drei Zweiliter-Diesel, die jedoch allesamt mindestens einen halben Liter mehr Sprit benötigen. Auf ersten Testfahrten fiel die ausgezeichnete Geräuschdämmung auf: Aus dem Motorraum dringen kaum störende Laute zu den Ohren der Passagiere. Der überarbeitete Laguna steht Anfang 2011 zu Preisen ab 22.650 Euro bei den Händlern, der Aufpreis für den Kombi Grandtour beträgt exakt 1.000 Euro.

Ernesto Singer, press-inform

 
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