SsangYong Korando – eine 180°-Wende

Italienisches Design, österreichischer Motor, Finanzspritzen vom indischen Hauptaktionär – damit soll der SsangYong Korando den deutschen Neu- und Gebrauchtwagenmarkt erobern.

SsangYong Korando – eine 180°-Wende

Imagewechsel

Der SsangYong Korando will weg vom Image des hässlichen Entleins. Ein schöner Schwan ist der 4,4 Meter lange Koreaner noch nicht. Dennoch wirkt er recht gefällig. Auch der Common-Rail-Dieselmotor des Koreaners kann mit 175 PS durchaus punkten.
 
Prädikat „gut“
 
Preislich startet der SsangYong Korando mit Frontantrieb und Dieselmotor bei 22.990 Euro und endet mit Allradantrieb und top ausgestattet bei 27.990 Euro. Sein größtes Plus ist neben dem Preis das enorme Platzangebot im Fond. Im Kofferraum bietet der SsangYong Korando 486 bis 1312 Liter und liegt damit über dem Durchschnitt auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt. Weiterer Vorteil: Im Cockpit finden sich viele Ablagen.
 
Das Cockpit des SsangYong Korando ist insgesamt ordentlich verarbeitet, wenngleich Kunststoffe und andere Materialien nicht besonders edel wirken.
 
Kraft und Klang im Korando
 
Ein Zweiliter-Turbodiesel mit 129 kW/175 PS und einem Drehmoment von 360 Nm sorgt im SsangYong Korando für ordentlichen Vortrieb. Den Spurt auf Tempo 100 km/h schafft der 1,7 Tonnen schwere Koreaner in zehn Sekunden – respektable Werte. Einziges Manko: Beim Schalten ist Schnelligkeit gefragt, denn der SsangYong Korando entwickelt seine volle Power nur über ein schmales Drehzahlband.
 
Der Klang ist optimierungsbedürftig: Vor allem unter Last zeigt sich der SsangYong Korando brummig und laut. Lästig sind auch die Motor- und Windgeräusche vor allem bei hohem Tempo.
 
Den Durchschnittsdurst gibt der koreanische Mutterkonzern mit 6,1 Litern pro 100 km an. Bevorzugt man statt der leichtgängigen Sechsgang-Handschaltung die Automatik-Variante, klettert der Verbrauch auf stolze 7,3 Liter.
 
Im Gelände
 
Der SsangYong Korando ist als SUV konzeptioniert, macht aber auch im Gelände eine passable Figur. Sein Allradantrieb schaltet sich bei Bedarf automatisch zu. Via Knopfdruck kann er fürs Gelände mit fester Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse optimiert werden. Trotz komfortabler Federung steckt der SsangYong Korando so manche Bodenwelle nur mit spürbarem Poltern weg. Auch die Lenkung könnte etwas direkter sein.

 

 

Fazit

Alles in allem zeigt der SsangYong Korando kaum merkbare Stärken, aber eben auch keine bedeutenden Schwächen. Sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist ordentlich. Der SsangYong Korando kann durchaus auf dem deutschen Neu- und Gebrauchtwagenmarkt punkten.
 
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