Tesla Model S – Kampfansage an die Verbrennungsmotoren
Jetzt wird es interessant. Die ersten Fahrzeuge des Tesla Model S wurden ausgeliefert und möchten am liebsten sofort die altmodische Konkurrenz vom Markt verdrängen. Ob das gelingt, ist jedoch mehr als fraglich.
Große Töne, leiser Motor
Beim typischen Autofahrer schrillen gleich zwei Alarmglocken, wenn es um Elektroautos geht. Die eine bezieht sich auf den Preis, während die andere die Reichweite betrifft. Mit diesen Vorurteilen möchte der Tesla Model S aufräumen – und zwar kräftig. Der Chef der Marke, Elon Tesk, sagte sogar in einem Interview, dass Elektroautos die besten Fahrzeuge der Welt sein können.
Um diese Argumente zu untermauern, wird der Tesla Model S mit einem 416 PS starken Motor an den Start geschickt. Mit diesem sind irre und vor allem lautlose Beschleunigungen möglich – das Fahrzeug benötigt für den Sprint von 0 auf 100 km/h lediglich 4,5 Sekunden. Das liegt auch an einem ordentlichen Drehmoment von 600 Nm, welches von der mitgelieferten Traktionskontrolle im Zaum gehalten wird.
Dass der Tesla Model S damit das beste Fahrzeug der Welt sein will, ist äußerst fraglich. Dennoch überzeugt das leise Auto, in dem übrigens bis zu sieben Personen Platz finden, durch Dynamik und Komfort. Auf die beiden zusätzlichen Sitzplätze sollten allerdings höchstens Kinder zurückgreifen.
Nicht ganz hochwertig
Das Fahrgefühl des Tesla Model S ist okay, mehr aber auch nicht. Der tiefe Schwerpunkt, der durch die Batterie entsteht, lässt das Fahrzeug gut durch Kurven fahren und die Karosserie ordentlich ächzen. Wer möchte, kann seinen Tesla Model S mit einer verstellbaren Federung ausstatten lassen. Diese lohnt jedoch nicht, da die Unterschiede kaum spürbar sind.
Spürbar ist jedoch der Unterschied zwischen europäischen und amerikanischen Fahrzeugen. Letztere, zu denen der Tesla Model S gehört, haben eine äußerst indirekte Lenkung, die einfach keinen Spaß macht. Ansonsten gibt es keinen Grund zur Aufregung, lediglich die verwendeten Materialien hätten hochwertiger sein können.
Übrigens: Die Reichweite beträgt im Idealfall ganze 480 Kilometer. Der Akku lässt sich verschiedenartig aufladen. Die günstigste Variante benötigt acht Stunden, während die Schnellladung in einer Stunde vonstattengeht und entsprechend teuer ist.
Fazit
Große Worte vonseiten des Herstellers, die man zum Thema Tesla Model S hört. Tatsächlich könnte er der Anfang einer Revolution sein, die Verbrennungsmotoren Probleme bereiten wird.
Autor: Sebastian Wegert