BMW 330d Cabriolet – fast perfekt

Das BMW 330d Cabriolet ist das sportlichste, was die obere Mittelklasse an Cabrios zu bieten hat. Mehr Dynamik, mehr Fahrvergnügen und weniger Verbrauch bietet keines. Das 330d Cabriolet wäre perfekt – wenn nur das Klappdach nicht wäre.

BMW 330d Cabriolet – fast perfekt

Lustobjekt

Der kräftige Sechszylinder-Diesel-Motor ist mit seinen 180 kW/245 PS und 520 Nm Drehmoment eine Idealbesetzung für das BMW 330d Cabriolet. In 6,5 Sekunden schnellt das 330d Cabriolet von 0 auf 100 km/h – bis zur 250 km/h-Marke. Der Verbrauch liegt trotz gefühlter M3-Gene unter der 7-Liter-Marke.
 
Gewohnt grandios sind Fahrwerk, Motor und das perfekt abgestimmte Sechsstufen-Automatikgetriebe. Auf der Straße fasziniert das BMW 330d Cabriolet mit exakter Lenkung und angenehm straffer Federung. Bei flotter Gangart tänzelt das Heck gerne mal spielerisch um die Kurven, wird aber vom DSC/ESP sofort wieder eingefangen.
 
Perfektes Reisegefährt
 
Ebenso perfekt präsentiert sich das BMW 330d Cabriolet als Reisegefährt: Sind Windschott und Seitenscheiben hochgefahren, dringt bis Tempo 160 km/h kein Windhauch in den Innenraum. Optional kann man dem 330d Cabriolet ein Harman-Kardon-Soundsystem spendieren.
 
Weiterer Pluspunkt ist das Bildschirmnavigationssystem im BMW 330d Cabriolet mit mustergültiger Bedienung und exzellenter Karte. Wird das eingegebene Ziel nicht gefunden, springt die Online-Google-Funktion ein.
 
Peinlich
 
Ja, die Windgeräusche könnten im BMW 330d Cabriolet geringer sein – das ist aber spätestens dann vergessen, wenn man sich dem Klappdach widmet. Und vor allem dessen Bedienung. Die ist so träge, dass man beim ersten Regenschauer eine Innenraumüberschwemmung fürchten muss. Während der Fahrt ist ein Schließen und Öffnen des Klappdaches gar nicht möglich – peinlich, peinlich, liebe Konstrukteure.
 
Zusätzliches Manko des BMW 330d Cabriolet: Der Laderraum, ohnehin nicht üppig dimensioniert, verkleinert sich bei zusammengeklapptem Dach auf 210 Liter. Wer dann noch mal „schnell was aus dem Kofferraum holen“ möchte, der schaut in die Röhre. Mehr als einen Briefschlitz gibt es im 330d Cabriolet nicht. Immerhin lässt sich optional eine Durchreiche einbauen – für 200 Euro Aufpreis.
 
Habgier
 
Die Aufpreisliste ist ohnehin das richtige Stichwort für das BMW 330d Cabriolet. Mindestens 50.800 Euro muss man investieren, bekommt dafür aber wenig: CD-Radio, Klimaanlage und Xenons sind enthalten. Für Komfort muss man tief in die Tasche greifen. So kosten Ledersitze im BMW 330d Cabriolet ab 1.920 Euro, das Navigationssystem mindestens 2.300 Euro, Parksensoren ca. 480 Euro und so weiter. BMW zeigt sich gierig.

 

 

Fazit

Die Fahrdynamik macht das große Manko Klappdach und den stolzen Preis des BMW 330d Cabriolet fast vergessen – aber eben nur bis zum nächsten Öffnen-Schließen-Debakel.
 
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