Jaguar präsentiert seinen neuen XF 2.2 i4 Diesel: Wachstum nach unten
Mit dem Jaguar XF 2.2 i4 Diesel wollen die Briten ihre Basis ausbauen und wachsen – zunächst nach unten. Im Sommer kommt der XF erstmals als Vierzylinder.
Sparkatze
Andy Wyman, Baureihenleiter des XF, schwärmt in höchsten Tönen vom neuen
Jaguar XF 2.2 i4 Diesel als dem sparsamsten Jaguar, der je gebaut wurde. Erste Testfahrten bestätigen Wyman. Mehr noch: Der Motor begeistert durch enorme Geräuscharmut und Laufruhe – Vibrationen sind der Samtpfote Jaguar XF 2.2 i4 Diesel ein Fremdwort.
Doch nicht nur am Lärm spart der XF 2.2 i4 Diesel, sondern auch am Verbrauch. Der konnte beim kleinen Einstiegsdiesel, vor allem dank neuem ZF-Achtgang-Automatikgetriebe mit Start-Stopp-Automatik, auf 5,4 Liter Diesel pro 100 km reduziert werden. Einzig mit einem regenerativen Bremssystem wäre im Jaguar XF 2.2 i4 Diesel noch mehr Ersparnis möglich gewesen.
Überzeugend ist auch der niedrige CO2-Ausstoß von gerade mal 149 Gramm – damit fällt der Jaguar XF 2.2 i4 Diesel in vielen europäischen Ländern unter begünstigte Steuerregelungen für Geschäftswagen.
Samtpfote
Die Samtpfoten-Gene spürt man im Jaguar XF 2.2 i4 Diesel vor allem bei der verbesserten Geräuschdämmung: Die verstärkte Trennwand, eine modifizierte Ölwanne und die neue, schallisolierte Motorabdeckung lassen den XF 2.2 i4 Diesel zum absoluten Leisetreter werden.
Alles andere als ein „Leisetreter“ ist der Jaguar XF 2.2 i4 Diesel in puncto Leistung: Das Triebwerk des Jaguar stammt aus einer Kooperation. Der Vierzylinder- Commonrail-Diesel mit seinen 2,2 Litern Hubraum und Turboaufladung sorgt für 140 KW/190 PS und ein stolzes Drehmoment von 450 Nm. Damit schafft der Jaguar XF 2.2 i4 Diesel 225 km/h Spitzengeschwindigkeit und sprintet in 8,5 Sekunden auf 100 km/h.
Feinabstimmung
An der Feinabstimmung des Jaguar XF 2.2 i4 Diesel, vor allem im Bereich der manuellen Gangwahl, muss noch ein wenig gefeilt werden. Hier fehlt es beispielsweise an der Start-Stopp-Automatik. Auch leidet der XF 2.2 i4 Diesel unter seiner spürbaren Anfahrschwäche. Erste Probefahrten zeigen aber auch, dass die Katze beim Loslassen des Gaspedals sehr schnell wach wird. Den Sechs- oder Achtzylinder des XF dürfte zumindest die Volumenkundschaft nicht vermissen.
Fazit
Im Sommer 2011 soll der Jaguar XF 2.2 i4 Diesel in den Handel kommen und in der Basisaustattung knapp 50.000 Euro kosten. Die Konkurrenten des XF 2.2 i4 Diesel auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt sind deutlich günstiger zu haben. Hier muss Jaguar – trotz besserer Serienausstattung und Achtgang-Automatik ohne Aufpreis – nachbessern.