SsangYong Chairman – Luxus aus dem Tigerstaat

Das teuerste Auto aus Südkorea trägt einen würdevollen Namen: SsangYong Chairman. Damit will der asiatische Autobauer gegen die Weltelite der Nobelkarossen antreten. Mercedes-Motor und üppige Luxusausstattung sind ein guter Anfang.

SsangYong Chairman – Luxus aus dem Tigerstaat

Koreanische Sitten

Gerade erst feierte der SsangYong Chairman Premiere. Er ist so frisch auf dem Markt, dass einige Zierblenden noch mit Schutzfolie versehen sind und der Auslieferungssticker die Seitenscheibe ziert. Koreanische Autokäufer lassen solche prestigeträchtigen Statussymbole gerne wochenlang am neu erworbenen Fahrzeug, um zu zeigen: Der Wagen ist tatsächlich nagelneu.
 
Prestigeträchtige Auftritte im SsangYong Chairman sind generell kein Problem. Der Luxusschlitten erinnert optisch stark an die Konkurrenz aus Stuttgart. Zudem steckt die entsprechende Technik im Gehäuse. So kommen Motor und Siebengang-Automatikgetriebe aus dem Schwabenland.
 
Leistung und Luxus
 
Den SsangYong Chairman gibt es wahlweise mit V6- oder V8-Motor. Beim Einstiegsmodell mit V6-Motor haben künftige SsangYong Chairman-Kunden die Wahl zwischen 3,2 Liter Hubraum und 225 PS oder 3,6 Liter Hubraum mit 250 PS. Aushängeschild ist jedoch der 5,0 Liter große SsangYong Chairman mit V8-Motor, 306 PS und 5,1 Metern Länge. Wem das nicht genügt, der kann die Langversion mit 5,4 Metern Länge ordern.
 
Vollgestopft mit Luxus ist der zwei Tonnen schwere SsangYong Chairman in allen Varianten: Auf Knopfdruck fahren Sitze und Lenkrad in die gewünschte Position, doppelt verglaste Scheiben lassen den Lärm der Außenwelt verschwinden und das adaptive Fahrwerk passt sich jeder Fahrsituation an. Für Sicherheit sorgen zehn Airbags und diverse Assistenzsysteme wie Abstandsregeltempomat. Das Entertainmentsystem von Harman/Kardon mit insgesamt 17 Lautsprechern, DVD-Wechsler und 40 GB-Festplatte liefert die Unterhaltung.
 
Trotz Leistung satt und Luxus pur kostet der SsangYong Chairman nur die Hälfte dessen, was man für eine Stuttgarter Edellimousine in Korea bezahlen müsste. Deren Preis beläuft sich, hauptsächlich wegen der horrenden Importzölle, auf stolze 133.000 Euro.
 
Punktabzüge
 
Dennoch hat der SsangYong Chairman Optimierungspotenzial. Die Massagesitze brauchen dringend etwas Feintuning, das Navigationssystem des SsangYong Chairman ist mit knallbunten Symbolen, Icons und Informationen völlig überladen. Nähert man sich einer Radarfalle, warnt eine erotische Frauenstimme hauchend vor der „Gefahr“. Und im Fond sind die Sitze zwar elektrisch in der Längsrichtung verstellbar, nicht aber in der Neigung der Lehne.
 

 

 

Fazit

In Südkorea ist der SsangYong Chairman bereits ein alltäglicher Anblick, gefahren hauptsächlich von Politikern, Prominenten und Firmenchefs. Und ganz, ganz vorsichtig denken die Koreaner über den Export des SsangYong Chairman nach Europa nach.
 
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