Tipps zum privaten Autoverkauf

Auto privat verkaufen

Bevor Sie Ihr Auto verkaufen können, brauchen Sie Interessenten. Mit Gebrauchtwagen.de setzen Sie auf die innovative Autobörse in Deutschland. Hier findet Ihr Auto ganz leicht einen Käufer. Damit Sie sich Ärger und Streitereien mit dem neuen Besitzer ersparen können, sollten Sie beim Verkauf Ihres Gebrauchtwagens ein paar Dinge berücksichtigen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Der Wert Ihres Autos

Damit Sie Ihr Auto nicht deutlich unter Wert verkaufen, sollten Sie genau wissen, wie viel es tatsächlich noch einbringen kann. Dafür bieten Autobörsen wie gebrauchtwagen.de bieten erste Orientierung. Eine realistische Einschätzung gelingt, wenn man aus den Preisangaben der ersten vier Seiten einen Mittelwert bildet.

Bei hochwertigen Autos (im fünfstelligen Bereich) lohnt sich zumeist das Gutachten eines Sachverständigen. Mit diesem sollte es deutlich einfacher sein, Ihr Fahrzeug zu verkaufen. Andere Checks für den Gebrauchten bieten zumeist auch Autoclubs oder Prüforganisationen um rund 100 Euro an.

Marktwert mit Online-Gutachten ermitteln

Online bietet Schwacke eine Bewertung mit Zertifikat auf Basis seiner Marktbeobachtungen. Dabei können Faktoren wie Laufleistung, Monat der Zulassung oder Schäden wertsteigernd oder -mindernd sein. Allerdings betont Schwacke, dass der individuelle Zustand, etwa des Lacks, nicht berücksichtigt und das Zertifikat deshalb nicht mit dem Gutachten eines Sachverständigen gleichgesetzt werden kann.

Autokauf ab 18

Besonders wichtig ist, dass der Käufer Ihres Autos volljährig ist. Jugendliche unter 18 Jahren sind noch nicht voll geschäftsfähig und brauchen beim Kauf eines Autos die Zustimmung ihrer Eltern. Das gilt übrigens auch, wenn Sie als Händler verkaufen.

Bevor Sie Ihr Auto verkaufen: Die Probefahrt

Bevor der Interessent mit Ihrem Gebrauchtwagen in die Probefahrt startet, sollten Sie sich unbedingt Führerschein und Personalausweis zeigen lassen. Am besten begleiten Sie den potenziellen Käufer sogar bei der Probefahrt. Fahren Sie immer mit. Selbst wenn der Käufer anbietet, Papiere oder Kreditkarten bei Ihnen zu lassen – diese könnten gefälscht sein. Gerade bei teuren Wagen sollte der Fahrzeugbrief nicht mit auf die Probefahrt genommen werden. Gauner könnten Ihnen Brief und Fahrzeug abjagen.

Verdeckte und offensichtliche Schäden am Fahrzeug

Als privater Verkäufer eines Autos müssen Sie nicht von sich aus auf kleine oder verdeckte Schäden hinweisen. Genau so wenig müssen Sie auf offensichtliche Mängel hinweisen, die der Käufer ohne weiteres auch selbst bemerken kann – zum Beispiel Kratzer im Lack. Findet der Käufer bei der Probefahrt Mängel und fragt Sie danach, müssen Sie ihm allerdings die Wahrheit sagen. Wichtig: Wenn das Auto nicht verkehrstüchtig ist, müssen Sie darauf unbedingt hinweisen.

Optik zählt mehr als Technik

Wer sein altes Fahrzeug möglichst gewinnbringend an den Mann bringen will, sollte den Gebrauchten polieren. Viele potenzielle Käufer sind mit den technischen Details überfordert – ein sauberes Fahrzeug lässt auf ein gepflegtes Innenleben schließen. Ein komplett ausgefülltes Serviceheft schafft zusätzliches Vertrauen.

Die Fahrzeugübergabe

Um den Verkauf Ihres Autos so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollten Sie eine Dokumentation anfertigen. Nutzen Sie unser Musterdokument:

  Übergabequittung (PDF-Datei)

Kein Kfz-Verkauf ohne Vertrag

Wenn Sie sich mit dem Käufer einig sind, sollte das schriftlich beurkundet werden. Wählen Sie dazu am besten einen vorgedruckten Kaufvertrag, in den Sie Namen und Adresse des Käufers eintragen. Der juristisch korrekte Vertrag umfasst alle Pflichtangaben und belegt darüber hinaus die Übergabe der Fahrzeugpapiere und die Anzahl der überreichten Autoschlüssel. Schreiben Sie Details der Verhandlung ebenso dazu, um spätere Reklamationen zu vermeiden.

Denken Sie daran, im Vertrag die Gewährleistung auszuschließen: „Der Wagen wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft.“ Denn: Schreiben Sie als privater Verkäufer in den Vertrag gar nichts über den Gewährleistungsausschluss, so greift die gesetzliche Regelung. Dann müssen Sie zwei Jahre lang für Mängel einstehen.

Wenn Ihr Wagen aus zweiter oder dritter Hand ist, können Sie nicht wissen, ob der Kilometerstand korrekt ist. Sichern Sie sich im Vertrag mit Zusätzen wie „soweit bekannt“ oder „laut Tacho“ ab. Mehr dazu finden Sie in unserem Muster-Kaufvertrag:

  Download Kaufvertrag (PDF)

Versprochen ist versprochen

Das, was Sie als Verkäufer zusichern, müssen Sie auch halten – Gewährleistungsausschluss hin oder her. Wer Klimaanlage, Sitzheizung oder eine Alarmanlage zusagt, muss auch ein Auto mit diesen Extras liefern. Das Gleiche gilt auch für das Baujahr. Versprechen Sie also nur, was zu mit Sicherheit wissen.

Verkauf und Bezahlung

Da es bei Bezahlung per Überweisung oder Scheck leicht Probleme geben kann, sollten Sie Barzahlung vereinbaren. Am besten lassen Sie sich das Geld direkt in einer Bank geben. So können Sie die Summe gleich auf Ihr Konto einzahlen und auf Falschgeld überprüfen lassen. Als Alternative sind auch Treuhand-Dienstleister wie easycarpay eine Möglichkeit zur sicheren Bezahlung.

Zu guter Letzt

Beim Autoverkauf sollten Sie darauf bestehen, dass der Käufer das Auto sofort ummeldet. Lassen Sie sich (am besten schriftlich) zusichern, dass der Käufer während der Fahrt zur Zulassungsstelle selbst für eventuell entstehende Schäden haftet. Bis der Käufer einen neuen Vertrag abschließt, bleibt die bestehende Versicherung erhalten. Deshalb müssen im Kaufvertrag das Datum und die genaue Uhrzeit der Übergabe notiert werden. Zusätzlich müssen Sie als Verkäufer der Zulassungsstelle und Ihrem Versicherer den Verkauf melden – z. B. mit einer Kopie des Kaufvertrags.

Versicherung und Zulassungsstelle informieren

Ist das Auto erfolgreich verkauft, müssen Sie Zulassungsstelle und Versicherung informieren. Die entstempelten Schilder kann der neue Besitzer mitnehmen. Wohnt er im gleichen Bezirk, kann er die alten Autonummern für die Wiederzulassung nutzen. Stichwort Schadenfreiheitsrabatt: Melden Sie nicht gleich wieder ein neues Auto an, bleibt er bei den meisten Versicherern sechs Monate voll erhalten und sinkt danach pro Jahr um eine Stufe – und das bis zu sieben Jahre lang. Genaue Infos erhalten Sie bei Ihrer Versicherung.


Haben Sie schon ein anderes Auto? Schauen Sie sich gleich nach einem neuen Gebrauchtwagen um! Wir haben auch nützliche Tipps für den Autokauf für Sie zusammengestellt. Die passende Finanzierung für Ihr neues Auto finden Sie übrigens immer gleich neben dem Fahrzeugangebot.